Am 9. März, einen Tag nach dem Internationalen Frauentag, beteiligten sich Frauen in über 90 Städten in Deutschland am bundesweiten Frauenstreik. Auch in Frankfurt gingen zahlreiche Frauen auf die Straße. Von 12 bis 18 Uhr fanden auf dem Römerberg verschiedene Aktionen statt, an denen Frauen unterschiedlichen Alters teilnahmen. Auch die OMAS GEGEN RECHTS aus Frankfurt und dem Umland waren dabei und unterstützten die Veranstaltung.
Auf der Bühne gab es zahlreiche Redebeiträge zu den Themen Gleichstellung, Gewalt gegen Frauen und gesellschaftliche Teilhabe. Unter den Anwesenden war auch die Frankfurter Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg. Neben Musik sorgten kreative Mitmachaktionen – darunter ein „Streikyoga“ – für Austausch, Bewegung und gemeinsames Engagement.
Besonders eindrucksvoll war eine Performance von Frauen verschiedener Generationen, organisiert von „Vulver Frankfurt“. In weißer Kleidung, die symbolisch mit roter Farbe – als Zeichen für Blut – befleckt war, zog eine Trauerprozession vom Paulsplatz zum Römerberg. Währenddessen wurden von der Bühne die Namen von Frauen verlesen, die Opfer von Femiziden geworden sind. Die Aktion erinnerte daran, dass geschlechtsspezifische Gewalt auch in Deutschland eine traurige Realität ist.
Mit dem bundesweiten Frauenstreik fordern die Teilnehmerinnen unter anderem echte Gleichstellung, wirksamen Schutz vor Gewalt, die gesellschaftliche Anerkennung von Care-Arbeit, soziale Absicherung sowie eine stärkere politische Teilhabe. Darauf weisen auch die Organisatorinnen vom Töchterkollektiv hin.




