Querdenker im Schrumpfmodus

Großspurig hatten die Querdenker am 4. Mai 2012 zu einer Kundgebung in Frankfurt an der Konstabler Wache aufgerufen. Sie sollte ab 17.30 bis 22.00 Uhr stattfinden. Und dort sollte dann auf einem Bildschirm nonstop die Satire #allesdichtmachen# der 53 deutschen Schauspieler (etwa 23 dieser Schauspieler haben sich schon wieder von ihrer Satire distanziert) zu sehen sein. Doch was die Querdenker dort zu bieten hatten, war äußerst armselig und die Szenerie mutete schon etwas skuril an. Neben dem roten Kleinbus, den sie dort auf den Platz stellten, hatten sich etwa 20 bis 30 Querdenker eingefunden, die mit ihren paar Bannern auf dem großen Gelände am Ende der Zeil, eher etwas verloren wirkten. Der Bildschirm, den sie mitgebracht hatten, hatte etwa die Größe eines Fernsehers. Dafür drehten sie dann, um aufzufallen, den Ton bis zum Anschlag auf, so dass man Stimmenfetzen von der Satire noch 100 Meter entfernt hören, aber kaum verstehen konnte.

Etwa hundert bis 200 Meter weiter Richtung Hauptwache fand die Gegendemo statt. Zu den Teilnehmern dort gehörten Vertreter von AgR (Aufstehen gegen Rassismus), VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) und die Omas gegen Rechts aus Frankfurt und Wiesbaden. Diese Gegendemonstranten machten in kurzen Redebeiträgen auf die Querdenker und deren verantwortungsloses und gefährliches Verhalten in der Krise aufmerksam. Durch das Leugnen der Pandemie und durch ihr Hetzen gegen die verantwortlichen Politiker und gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie setzen die Querdenker Menschenleben aufs Spiel und zerstören unsere Demokratie.

Zwischen Querdenkern und Gegendemonstranten standen ebenfalls etwas verloren etwa zwei Dutzend Polizisten, die für Ruhe und Ordnung sorgen sollten und nicht weit davon zwei Polizeiautos. Auch das sah etwas merkwürdig aus, denn die Entfernung zwischen den beiden Gruppen war mindestens 100 bis 200 Meter und der Platz ansonsten auch fast menschenleer, da gestern ein starker Wind mit gelegentlichen kleinen Schauern dafür sorgte, dass kaum Menschen unterwegs waren.

Ganz in der Nähe der Querdenker hatten sich auch noch etwa 10 Polizisten positioniert und direkt daneben nahe an den Querdenkern dran standen Vertreter der Seebrücke und der Antifa mit jeweils einem großen Banner, mit dem sie ihren Standpunkt gegenüber den Querdenkern für jedermann sichtbar kundtaten.

Auf jeden Fall war diese Aktion der Querdenker gestern eher ein Schlag ins Wasser oder man könnte auch sagen in den Wind gesch…..

 (ast)