Am Sonntag, den 11.4.21 hatten die Querdenker zu einer Großkundgebung nahe dem hr in Frankfurt aufgerufen. Das Motto lautete „Wieviel kann man euch noch glauben? — Medienkritik und Kulturerhalt“. Mindestens 1000 Teilnehmer waren angekündigt. Doch daraus wurde nichts. Die Kundgebung nahe dem hr wurde verboten und den Querdenkern stattdessen ein Platz auf dem Rebstockgelände zugewiesen. Doch da wollten sie nicht hin.

Nach den schlechten Erfahrungen mit der Querdenker-Großdemo in Kassel, war die Polizei in Frankfurt diesmal überall in der Stadt auf die Querdenker gut vorbereitet. Sie nahm die Querdenker z.T. schon am Hauptbahnhof in Empfang und wies sie auf die Verlegung ihrer Kundgebung hin. Diejenigen Querköpfe, die trotzdem Richtung hr laufen wollten, wurden von der Polizei zurückgedrängt. Und überall, wo die Querdenker im Stadtgebiet in kleinen Gruppen unterwegs waren, war auch die Polizei präsent.

Zudem gab es verschiedene Gegendemos. So mussten die Querdenker überall in der Stadt zur Kenntnis nehmen, dass sie in Frankfurt nicht erwünscht waren. Vor dem hr gab es eine Demonstration des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) für die Pressefreiheit. Und eine weitere Gegenkundgebung gegen die Querdenker fand in der Nähe des hr Bertramstraße/ Ecke Addickesallee statt. Etwa 200 Demonstranten verschiedener Gruppen waren hier zusammengekommen, darunter die Gewerkschaft verdi, AgR (Aufstehen gegen Rassismus), die Partei die Partei, die Omas gegen Rechts und die Partei DIE LINKE. Zu den Rednern gehörten u.a. Annette Ludwig, SPD-Kandidatin und Begründerin der Nofragida, und Michael Müller, Stadtverordneter von der Partei DIE LINKE in Frankfurt. Müller wies vor allem auf die Gefahr des Rechtsextremismus durch die Querdenker hin. Querdenker und AfD arbeiten eng zusammen. So hatte sich erst kürzlich u.a. Höcke öffentlich ausdrücklich mit den Querdenkern solidarisiert.

Müller dankte allen für ihr Engagement gegen Rechts und insbesondere dankte er den Omas gegen Rechts für ihre Teilnahme an der Kundgebung und für ihr Engagement.

Die durch Frankfurt herumirrenden Querdenkergrüppchen trafen sich dann zum Schluß doch alle auf dem Rebstockgelände. Lt. Polizeibericht waren es etwa 400 Personen, die dort am späten Nachmittag bei einsetzendem Regen herumstanden. Die Polizei kontrollierte auch dort weiter die Einhaltung der Corona-Hygienemaßen. Ein Versammlungsteilnehmer, der sich geweigert hatte eine Maske zu tragen und aggressiv geworden war, wurde festgenommen. Ende der Querdenker-Verstaltung war dann um 18.00 Uhr.

Fazit des Tages: Querdenker bleibt zuhause! In Frankfurt seid ihr nicht willkommen!