Am Freitag den 12.2.21 hatte sich Björn Höcke in Offenbach angekündigt. Ausgerechnet vor dem Offenbacher Rathaus ganz in der Nähe der Flammenskulptur, die an die Opfer des Nazi-Terrors erinnert, wollte er eine Rede halten. Widerlicher geht es wohl kaum. Sehr schnell hatten sich verschiedene Organisationen zusammengeschlossen und eine Gegendemonstration angemeldet. Nachdem dann die AfD-Fraktion-Offenbach Höckes Besuch 48 Stunden vorher abgesagt hatte, fand die Gegendemonstation trotzdem statt. Um 14 Uhr ging es los und zwar auf dem Platz vor dem Rathaus, den eigentlich Höcke für sich beansprucht hatte. Viele Menschen mit Plakaten, Bannern, Fahnen und Infotischen hatten sich trotz klirrender Kälte eingefunden. Vertreten waren: der DGB, die Grünen, das Bündnis Bunt-statt-braun, die Black-Lives-Matter-Bewegung, SPD, FDP, VVN, AgR (Aufstehen gegen Rassismus), die jüdische Gemeinde Offenbach und auch die Omas gegen Rechts aus Frankfurt sowie aus der Wetterau (siehe Fotos – Danke an Solveig). Unter großem Beifall wurden verschiedene Reden gehalten. Hibba Kauser, Sprecherin der Black Lives Matter Bewegung Offenbach berichtete in ihrer Rede: Schon als Alexander Gauland 2018 in der Stadt eine Rede halten wollte, gelang ihm dies nicht. Er musste angesichts der Größe und Lautstärke der Gegendemonstration kapitulieren. „Und Höcke ist heute gar nicht erst gekommen“, jubelte sie. Wollen wir hoffen, dass er weiter bleibt, wo der Pfeffer wächst. (ast)